Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ist alarmiert über die Entwicklung von Übergewicht in Deutschland. Die Zunahme der Adipositasprävalenz und von damit assoziierten Begleitkrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 haben unter anderem weitreichende ökonomische Konsequenzen für das Gesundheitssystem. So wird die gesundheitsökonomische Belastung, die in Deutschland durch Adipositas und die wesentlichen Begleitkrankheiten entsteht, für das Jahr 2010 auf circa 17 Milliarden Euro geschätzt“, konkretisiert Professor Dr. oec. troph. Helmut Heseker, Präsident der DGE die Warnung. „Wir sprechen hier nicht über ein kosmetisches Problem, sondern über eine der größten Herausforderungen für unser Gesundheitssystem. Adipositas, vor allem oberhalb eines BMI von 35 kg/m2 (Adipositas Grad II & III). Diese sogenannte Adipositas mit Krankheitsbezug mindere nicht allein die Gesundheit und Lebensqualität der Betroffenen, sondern führt über eine Vielzahl von Folgekrankheiten auch zu erheblichen direkten und indirekten Kosten, zum Beispiel durch Arbeitsausfall und Frühberentung. Wenige Kilogramm mehr als das Normalgewicht seien hingegen gesundheitlich nicht bedenklich "und nach neuesten Untersuchungen sogar mit der höchsten Lebenserwartung verbunden“, erklärt Privatdozent Dr. med. Thomas Ellrott, Leiter der DGE-Sektion Niedersachsen.